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1

Montag, 9. Januar 2017, 15:39

Tiefe DDFB - optimale Lösung gesucht

Hallo an alle,

so langsam bin ich am verzweifeln. Ich habe eine tiefsitzende DDFB, so ziemlich am Ende des Dünndarms. Mein B12 Spiegel ist auch immer zu niedrig und genau unterm Bauchnabel habe ich auch immer die Blähungen.
Jetzt habe ich 2 Wochen Rifaximin genutzt, ohne Erfolg.
Metronidazol wirkt zwar (ich hatte es eine Woche und das war toll), allerdings will ich es erst wieder nutzen, wenn ich mir über eine Methode sicher bin, einfach um Resistenzen vorzubeugen.

Jetzt habe ich 4 Wochenlang Neem, Oreganoöl und Zimt Tabletten genommen. Es wurde zwar leicht besser, da ich viel weniger aufgestoßen hatte, aber das ist auch schon vorbei.
Jetzt nehme ich seit 4 Wochen 2xYakult, 2x Symbiolact A und 2xNestle LC1 täglich, in der Hoffnung dass die Milchsäurebakterien unten ankommen und den Baktieren den gar ausmachen, aber hilft nicht...kein bisschen besser.

Nun grübel ich seit Tagen wie ich einen ultimativen Gegenschlag vorbereiten könnte. Zunächst habe ich mal mit einer strengen, stark Gemüsehaltigen Diät begonnen. In der Hoffnung den Darm allgemein zu stärken.
Ich frage mich auch, wie ich sicherstellen kann, dass die Probiotischen Produkte und natürlichen Antibiotika überhaupt bis nach ganz unten in den Dünndarm kommen oder vielleicht schon viel früher vollständig resobiert wurden ?

Wer hat eine tief sitzende DDFB und kann mir Rat geben ?

Grüße,

galileoGalilei

2

Samstag, 21. Januar 2017, 12:19

Hallo,

ich habe nun endlich auch einen Laktulose Atemtest gemacht, da der Glucose Atemtest bei mir negativ war.
So war das Ergebnis:
Basalwert(2x): 4/4
20ml Laktulose in Wasser verdünnt
10 min - 2 ppm - aufstoßen, Blähungen
20 min - 3 ppm
30 min - 3 ppm
40 min - 2 ppm
50 min - 5 ppm
60 min - 11 ppm - aufstoßen, Blähungen
70 min - 14 ppm - aufstoßen, Blähungen
80 min - 19 ppm - aufstoßen, Blähungen
90 min - 23 ppm - aufstoßen, Blähungen
100 min - 23 ppm - aufstoßen, Blähungen
110 min - 20 ppm - viel aufgestoßen, Blähungen
120 min - 22 ppm
130 min - 27 ppm - viel aufgestoßen, Blähungen
140 min - 33 ppm
150 min - 31 ppm
160 min - 30 ppm
170 min - 28 ppm - aufstoßen, Blähungen
180 min - 31 ppm
190 min - 28 ppm
200 min - 31 ppm - viel aufgestoßen, Blähungen
210 min - 28 ppm
220 min - 31 ppm - aufstoßen, Blähungen

Als Diagnose wurde eine tiefer sitzende DDFB festgestellt und eine 3fach Antibiose empfohlen.
Was meint ihr zu den Ergebnissen ?
Wer hat Erfahrung mit 3fach Antibiosen ?

cosmorain

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3

Samstag, 21. Januar 2017, 18:08

Hallo galileo,

ich selber habe eine DDFB und schon viel versucht .
bei meinen Atemtest Anfang letzten Jahres war es bei mir immer eine obenliegende , ich hab auch schon drei mal eine Antibiose hinter mir ,leider hart es nie etwas gebracht .
Gem meines Gastroentologen hab ich wohl wieder , oder immernoch eine DDFB , diesmal wurde aber kein Atemtest gemacht mein Gastroentologe ist der Meinung das es vllig egal ist ob oben oder unten .
Er ist auch der Meinung mit den Antibiosen ist sowas auf lange Sicht nicht in den griff zu bekommen.

Um endlich einen langfristigen Erfolg zu haben geht es nur ber die Ernhrung
was jetzt genau mit dreifach Antibiose gemeint ist wei ich leider nicht genau .

Ich kann dir also eigentlich nur empfehlen keine Antibiose zu machen, ich mache es mittels Fodmap Armer Dit ,
Das mache ich jetzt schon seit drei Wochen und kann langsam Erfolge verbuchen .

Allerdings vermeide ich sämtliche Ballaststoffe und Präbiotika, denn so denke ich was die Dickdarmbakterien im Dickdarm ernährt und stärkt, macht das gleiche im Dünndarm mit den Bakterien.
Gemäß Fodmap sind da auch Laktose verboten und diese Drings sind da eher kontraproduktiv.

Das Symbio Lact A ist da schon eine sehr gute Wahl , die nehme ich auch , dazu nehme ich noch Mutaflor, beides nur einmal Täglich zur Hauptmahlzeit.

Aufgrund meiner DDFB hat leider meine Bauchspeicheldrüse wohl etwas gelitten so das ich zusätzlich Probleme mit der Pankreas elastase habe ,
was für mich heißt das ich zu jedem essen zusätzlich Pangrol in verschiedenen Dosierungen Sublementierten muss .
Aber bisher klappt es mit den jetzigen mittelchen und der fodmap diät recht gut .

Zumindest besser als bei sämtlichen Antibiosen .
Jede Behandlung ist so individuell wie der Mensch an sich , ein Goldstandard für eine Behandlung gibt es nicht .

Picasso

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4

Montag, 23. Januar 2017, 20:43

https://www.amazon.de/IBS-Irritable-Bowe…tract+digestion

dauerhafte ernährungsumstellung nach den in dem buch genannten kriterien+ ergänzung fehlender nährstoffe durch nahrungsergänzungsmittel

vollständiges meiden unverträglicher lebensmittel
viel essen damit sich der körper immer wieder ausreichend und schnell regenerieren kann
verdauungsenzyme
möglichst gesunde lebensführung (schlaf, sport, ablenkung.. )
nach dem essen 10-15 minuten liegen/ ruhig sitzen, damit der speisebrei nicht zu schnell nach unten gelangt.

dann essen wenn man zeit und ruhe hat weil eine zu starke aktivität des symphatikus den weitertransport unverdauter nahrung begünstigt (also besser abends als morgens die hauptmahlzeiten zu sich nehmen.

alles was die magen/darmschleimhaut reizen könnte meiden, zu hart gepresste tabletten , zu scharfe/saure speisen , (pflanzliche antibiotika enthalten idR. größere mengen ätherische öle die auch reizungen der schleimhäute hervorrufen können)

wenn nahrungsergänzungsmittel dann am besten pulver oder kapseln mit möglichst wenigen zusatzstoffen, möglichst nicht zu viele sachen aufeinmal und zu den mahlzeiten

darauf achten das eine regelmäßige entleerung stattfindet, weil verstopfung dazu führt das sich der speisebrei zu lange im unteren dünndarm staut.

mittlerweile achte ich nicht mehr so genau darauf alle maßnahmen unter allen umständen einzuhalten, weil es mir wieder deutlich besser/gut geht.

ich glaube nicht das man den erfolg einer behandlung auf 1-2 maßnahmen wie bspw. antibiotika einnahme reduzieren kann.
erst die gleichzeitige anwendung aller maßnahmen hat dazu geführt das fast garkeine nahrung mehr unverdaut in den unteren dünndarm gelangt ist und das sich die schleimhäute endlich , nach Jahren... , regenerien konnten.
ob und was davon wirklich notwendig gewesen ist kann ich rückblickend nichtmehr sagen, weil ich zu viele sachen gleichzeitig gemacht und ausprobiert habe.

eine ausreichende versorgung mit nährstoffen b12,magnesium, d, k2, spurenelemente, aminosäuren .. usw. usw hat den vorteil das dadurch
der stoffwechsel beschleunigt wird. bspw. kann vitamin a die zellteilung steigern, zink ist wichtig damit genügend wachstumsfaktoren gebildet werden usw..
erst wenn der körper die darmschleimhaut wieder schneller reparieren kann als sie täglich durch die nachkommende nahrung in mitleidenschaft gezogen wird, kann sich die natürliche darmperistaltik wieder einstellen.
das größte problem ist mMn das die gereizten schleimhäute jedesmal wenn sie mit neuer nahrung in berührung kommen den weitertransport einleiten und so immer wieder nachschub für neue dysbiosen geschaffen wird.

5

Montag, 23. Januar 2017, 22:18

Vielen Dank für eure Antworten.
Eine Antibiotika Kur wollte ich auch vermeiden. An eine Ernährungsumstellung habe ich auch gedacht und auch der Bericht des NDR über DDFB und die
Behandlung dessen mit einer Ernährungsumstellung macht Mut.
Nun fragt sich nur noch, was soll ich denn essen ?
Wenn der ganze Mist überhaupt mit den Kohlenhydraten anfängt, sollte man dann auf die Kohlenhydratmenge bei den Gemüsesorten
achten ? Sprich nur Gemüse mit max 5g Kohlenhydrate pro 100 g ?
Und was ist noch in Ordnung ? Fette wie Olivenöl, Rapsöl, Schwarzkümmelöl sollten kein Problem darstellen.
Wieviel Fleisch/Fisch darf es denn sein (Ich dachte an ca 30-50 g pro Tag)? Und da man ja nicht Unmengen essen kann, sollte man den restlichen Bedarf wirklich mit Ölen ausgleichen ?
Sind Eier erlaubt ?
Wie sieht es aus mit Nüssen ?

Mit Sport habe ich bereits angefangen...erstmal langsam, die klassischen drei: Liegestütze, Kniebeugen und Situps. 3 Sätze à 5 Wiederholungen und jede Woche eine Wiederholung mehr.
Das ganze mind. 3 mal die Woche.

Ich bin durchaus bereit das ganze mindestens 6 Monate zu machen und würde auch 9 - 12 Monate hinbekommen.
Sollte ich während der Umstellung auf Probiotika verzichten oder weiterhin einnehmen ?

Wie sieht es aus mit Essig ? In Maßen im Salatdressing vertretbar ?

Außerdem trinke ich gerne grünen Tee. Nun habe ich gehört Kaffee soll auch gut für die Darmtätigkeit sein...
Ist dieser gut für den Darm oder soll ich beim Tee bleiben ?

Picasso

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6

Dienstag, 24. Januar 2017, 00:00

kohlenhydrate sind nicht gleich kohlenhydrate. (leider) sind die in verruf geratenen schnellen kohlenhydrate idR die, die der dünndarm problemlos aufnehmen kann. -> heller reis, auszugsmehl und traubenzucker bspw.

da auch ballasstoffe nix anderes als unverdauliche komplexe kohlenhydrate sind kann man nicht ausschließen das bakterien sie trotzdem als nahrung verwenden. wieder: ballaststoffe sind nicht gleich ballaststoffe. es gibt durchaus noch welche die je nach menge ,auch für menschen mit darmproblemen positive auswirkungen haben.
günstiger sind die löslichen, die unlöslichen sollen zwar den darm unterstützen(bei gesunden) , das problem ist aber das eine bestehende dysbiose eine vorzeitige verstoffwechslung im dünndarm begünstigen kann. normalerweise sind im dünndarm größtenteils bifido/lakto bakterien, deren stoffwechselprodukte (milchsäure) unterstützt die peristaltik und verhindert das sich aufgrund des ph wertes andere bakterienarten übermäßig ausbreiten können.
solange nicht feststeht wie die DDFB entstaden ist kann man nicht ausschließen das sogar ein übermaß an gesunden bakterien mit ursächlich für die probleme ist.möglich ist das die verdauung bereits im oberen teil des dünndarms so stark beeinträchtigt das ungewöhnlich große mengen an unverdauter nahrung nach unten gelangen. eine andere möglichkeit wäre, dass der speisebrei im dickdarm nicht schnell genug weitergeleitet wird und sich die nahrung deswegen im unteren dünndarm "staut". sollange die darmschleimhaut intakt ist wird durch soetwas nicht gleich eine DDFB hervorrufen.
ich glaube das eine anhaltende DDFB symptomatik erst durch ein zusammenspiel mehrer dinge entsteht. unzureichende verdauung, angegriffene schleimhäute, störungen im hormonhaushalt die eine schnelle ausreichende regeneration verhindern, störungen im bewegungsablauf und eine eingeschränkte fähigkeit den speisebrei ausreichend mit wasser anzudicken, oder den ph wert durch gallensäuren/bicarbonate usw . auf einen entsprechenden ph wert zu bringen. ausbreitung "falscher" bakterien ist mMn nur ein grund und manchmal auch nur die folge der anderen.

cosmorain

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7

Dienstag, 24. Januar 2017, 06:22

Ja was Picasso schreibt ist der richtige Ansatz.
Es geht darum in der Ernährung einige zeit auf schwer verdauliche Kohlenhydrate zu verzichten , und genau das wird bei der Fodmap diät gemacht .
Fodmap steht für verschiedene schwer verdauliche Nahrungssubstanzen.
F = femerntirebare
O = Oligosaccharide , wie weizen, Hülsenfrüchte, einige gemüse, Inulin und FOS
D = Disaccharide , wie Laktulose
M = Monosaccharide, wie Äpfel, Honig , zuckerschoten , Fruchtose
A = and ( und )
P = Polyole, wie in Diät Getränken, Pfirsiche, Pilzen , Blumenkohl, zuckerfreie Bobbons

Es geht also darum eine gewisse Zeit ca 4- 6 Wochen auf Lebensmittel mit Einen hohem Fodmap zu meiden , und dann nach und nach wieder diese Lebensmittel (nach Verträglichkeit ) wieder in die Nahrung einzubauen .
Ziel ist es die falsch angesiedelten Bakterien auszuhungern , und den eigentlich vorhanden Bakterien die Möglichkeit zu geben sich wieder anzusiedeln .

Probiotika werden sich zwar nicht ansiedeln können aber in der Phase den Darm bei der Verdauung unterstützen. Wie man aber sieht sind Inulin und FOS in dieser Zeit verboten , und in vielen Probiotika werden halt diese zusatzstoffe zum strecken verwendet , wie zb. In Stress Repair und das 10 AAD von Omni Biotic.
Ich Empfehle daher zb. das Symbio Lact A das sind nur Dünndarm Bakterien und Biotin, ( Biotin ist nichts anderen wie Vitamin H , und wichtig für den Wiederaufbau ).
Da dem e.coli Stamm Nissel sehr gute Entzündungshemende Wirkung nachgesagt wird kann ich nur empfehlen auch das Mutaflor einzusetzen, Allederings nicht dauerhaft , das auch eine zu hohe Zahl den Darm Beschwerden bereiten kann .

Ich selber habe über ein Jahr mit verschiedenen Sachen rumexperimentiert , was aber meist nach hinten losgegangen ist , erst genau dieser weg führte in die richtige Richtung .
So bin ich weitesgehend Beschwerde frei .
Mir ist aber klar das ich noch nicht durch bin mit dem Thema und werde mit Sicherheit noch etwas brauchen , so bin ich jetzt daran , den Darm wieder richtig aufzubauen.
Wie der richtige Weg ist weiß ich noch nicht genau , aber ich habe eine sehr gute Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin an der Hand und denke das über kurz oder lang ich den richtigen Weg finden werde.

Da es scheinbar auch mit dem Schwarzkümmelöl kapseln sehr gut klappt und ihnen sehr gut berichtet werden , kann ich auch nur empfehlen diese mit einzubauen .
So wird dem Schwarzkümmelöl nachgesagt das sie sehr gut bei Pilzen helfen , sicher viele sagen in ihren Auswertungen sind keine Pilze gefunden worden , aber ich denke auf Grund der heutigen Ernährung wird der gesamte Körper mit verschiedenen Pilzen Überwuchert , und das Schwarzkümmelöl kann dabei helfen diese zu eliminieren.
Sicher es gehört schon was dazu das Schwarzkümmelöl zu Sublementierten da der Geschmack nicht sonderlich gut ist , aber so ist es halt alles was hilft schmeckt nicht unbedingt gut .

Damit mann weiß was mann essen kann und was nicht gibt es im Netz genug listen von Fodmap armen und reichen Lebensmitteln, Fleisch z.b . Darf verzehrt werden genauso wie Fisch .

was ich aber noch wichtig finde , achtet auf euren Stuhl . Das er in der zeit der Ernährungsumstellung etwas wechseln kann ist unter Umständen ganz normal , solange Verstopfungen nicht länger als drei tage dauern und weicher stuhl nicht zu flüssig wird . Es kann vorkommen das der Stuhl ziemlich Breiig wird und ab und zu auch unverdautes dabei ist . Aber solang der Stuhl eine Form hat muss das nicht schlecht sein.

was nicht sein darf ist Flüssiger oder verfärbte stuhl , das können Anzeichen für schwerwiegende Erkrankungen sein .
Genauso sollte der Stuhl kaum bis keinen Schleim haben , schleimiger stuhl kann ein Anzeichen dafür sein das die Pankreas elastase zu gering ist , oder die Magensäure .
Ich selber habe die Erfahrung machen müssen das meine Pankreas elastase stark vermindert ist , die erste Zeit habe ich mir natürlich große Sorgen darum gemacht , aber wie ich jetzt erfahren habe kann bei einer DDFB auch die Pankreas elastase vermindert sein , sprich die Bauchspeicheldrüse arbeitet nicht mehr sehr gut .solange aber keine typischen Symptome wie schmerzen im Oberbauch , häufige Durchfälle, starker Gewichtsverlust und Stark schleimige Stühle vorhanden sind kann es sich um eine vorübergehende Bauchspeicheldrüsen Schwäche handeln .
Ich nehme deshalb zu jeder Mahlzeit gemäs dem Fettgehalt Pankreas entzyme, also so ca. 2000 Einheiten pro Gramm Fett .
Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und habe jetzt eine neue stuhlprobe abgegeben und bin gespannt auf die Auswertung .

Was eventuell wichtig sein kann für die Auswertung der Pankreas elastase im stuhl das manchmal bei dünnem und Breiigem Stuhl , das die werte schnell mal falsch posetiv oder negativ sein können . Es empfiehlt sich daher bei einem Negativ wert eine zweite Untersuchung zu machen um die werte gegen zu prüfen.
Erst wenn auch die Zeiten Stuhlprobe negativ ist sollte mit Pankreas Entzymen gearbeitet werden .

Genauso kann es natürlich sein das zu wenig magensäure vorhanden ist , dies kann mann aber über verschiedene test schnell herausfinden.
Da gibt es zb. Den Natron test, den Rote Bete test , oder mann probiert es einfach aus mit den Sublementierten von Betain-HCl.

Das letzte würde ich aber nicht unbedingt empfehlen , viel mehr würde ich sagen den Natron und den rote Bete test .
Also beide Test zu machen um eventuelle falsche Vorgänge bei den Test auszumerzen .

Genaue Anleitungen gibt es hier im Forum oder im Netz.
Jede Behandlung ist so individuell wie der Mensch an sich , ein Goldstandard für eine Behandlung gibt es nicht .

8

Mittwoch, 1. Februar 2017, 21:28

Vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe für folgenden Schluß daraus gezogen: Mindestens 6 Monate FODMAP Diät.
Die Liste besteht aus folgendem Gemüße:
Kopfsalat
Spinat
Karotten
Gurke
Aubergine
Tomaten
Kartoffeln (immer einen Tag nach dem Kochen stehen lassen und max 200g pro Mahlzeit)

Proteine:
Ei,
Hähnchen,
Rind,
Fisch

Öle:
Olivenöl
Schwarzkümmelöl

Tee:
Grüner Tee

Sonst nur Wasser. Wo ich mir noch unsicher bin ist Essig. Darf man Essig während FODMAP nehmen, z.B.im Salat ?

Das war es auch schon mit dem Essen.
Nach dem Essen bleib ich mind. 15 min sitzen und ich denke daran alles gut durchzukauen.
Außerdem versuche ich jeden Tag 10000 Schritte zu machen und trainiere 3 x pro Woche zu Hause (Liegestütze, Sit-Ups, Kniebeugen).
Zwischen den Mahlzeiten esse ich nichts. Da gibt es nur Wasser und grünen Tee, einfach um die Darmperistaltik anzuregen.

Werde auch weiterhin als Probiotika Symbiolact A nehmen.
Als Nahrungsergänzung nehme ich derzeit nur Vitamin B12. Mal schauen wie lange das reicht.

Mal schauen was die nächsten Wochen bringen. Ich werde immer mal wieder berichten.

-frank-

Foren Gott

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9

Donnerstag, 2. Februar 2017, 08:18

Was meint ihr zu den Ergebnissen ?
Mit so einem H2-Atemtest (auch mit Methan) kann man m.E. keine tiefsitzende DDFB sicher diagnostizieren.
Dafür gibt es da viel zu viele Parameter, die das beeinflussen können.
Deine Ergebnisse könnten m.E. auch von jemandem produziert werden, der schlicht eine normale bis leicht erhöhte Darmpassagegeschwindigkeit hat (Lactulose ist ein Abführmittel und gibt prinzipiell immer ppm, wenn man nicht gerade Non-Responder ist ... und Blähungen gibt es dann häufig gratis dazu, wenn das Zeug (wie bei jedem Menschen) in den Dickdarm kommt - das hängt von der Zusammensetzung der Darmflora ab.)
Alternative Diagnose: verdorbene Dickdarmflora wäre vermutlich auch mit den gleichen Symptomen verbunden.
So ein 14C-Glykocholat-Atemtest hier könnte vielleicht helfen, zu klären, ob Du überhaupt eine DDFB hast:
Link
Wo man den Test machen lassen kann, kann ich leider nicht sagen.
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

10

Freitag, 3. Februar 2017, 12:05

Der Dickdarm kann es nicht sein, denn ich habe nie vermehrt Windabgang. Meine Hauptsymptome sind Blähungen mit ständigem Aufstoßen und ab und zu erhöhten Blutdruck der nach Massagen am Bauch und Lefax
wieder sinkt, weil ich während dessen ständig aufstoße.
Die Vitamine A und K sind alle in Ordnung. Nur das Vitamin B12 ist ständig im Mangel.
Das würde auch erklären, warum ich bei einem Glucose Test keine Reaktion gezeigt habe. Weil es zu schnell aufgenommen wurde.
Und ich habe bei Extremen Blähungen schmerzen im Brustkorb und die sind auch wieder mit Massagen und Lefax durch Aufstoßen weg.
Ich kann aber mal gerne einen Dickdarm test machen, wollte ich sowieso mal machen.

-frank-

Foren Gott

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11

Freitag, 3. Februar 2017, 16:38

Der Dickdarm kann es nicht sein, denn ich habe nie vermehrt Windabgang.
Naja, man hat ja auch ein aufsteigendes Colon - ob von da alle Gase nach draußen gehen, bezweifle ich.
Möglich ist ja auch sowas:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dickdarm#/…arium_enema.jpg
Das würde auch erklären, warum ich bei einem Glucose Test keine Reaktion gezeigt habe. Weil es zu schnell aufgenommen wurde.
Glucose kommt nur in den oberen Teil vom Dünndarm. Wenn da kein Signal kommt, können die Probleme im Ende vom Dünndarm sitzen ... oder halt im Dickdarm.

Vit B12-Mangel kommt häufig vor, A+K-Mangel wäre eher ein Hinweis auf DDFB:
https://draxe.com/sibo-symptoms/


Es muss nicht der Dickdarm sein, aber solange man keine Beweise hat, dass er es nicht ist, sollte man ihn nicht ausschließen.
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

12

Freitag, 3. Februar 2017, 19:52

Und was meinst du zu dem ständigen Aufstoßen ? Ich meine, nie Windabgang und nur Aufstoßen muss ja etwas bedeuten. Kann ja nicht sein dass alles aus dem Dickdarm kommt :D
Da müsste doch dann einiges ziemlich schlecht riechen :D :D

Jaquard

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13

Freitag, 3. Februar 2017, 20:23

Und was meinst du zu dem ständigen Aufstoßen ? Ich meine, nie Windabgang und nur Aufstoßen muss ja etwas bedeuten.
Ich hatte einige Jahre dieses Aufstoßen mit anfallartigem Druck nach oben und starkem Herzrasen (Roemheldsyndrom), obwohl der Glucose-Test auf DDFB im Gegensatz zu vorher nichts mehr ergab. Nur ganz strenge, fast kohlenhydratarme Diät hat geholfen. Es hat aber gedauert.
Auberginen enthalten Oligosaccharide, Möhren sind auch nicht das Wahre.

LG
jaquard
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-frank-

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14

Freitag, 3. Februar 2017, 20:40

Und was meinst du zu dem ständigen Aufstoßen ?
Aufstoßen kann viele Gründe haben.
Da müsste doch dann einiges ziemlich schlecht riechen
Naja, wenn Du auf eine unten liegende DDFB spekulierst, dann sind unten ja auch Bakterien - dann müsste es auch übel riechen.
Wenn es tatsächlich von unten kommen würde, müsste es auch 6m durch den Dünndarm zurück kommen - ist das wahrscheinlich?!

Damit man nicht spekulieren muss und falsch behandelt, sollte man den richtigen Test machen.
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

15

Freitag, 3. Februar 2017, 21:50

Ich hatte einige Jahre dieses Aufstoßen mit anfallartigem Druck nach oben und starkem Herzrasen (Roemheldsyndrom), obwohl der Glucose-Test auf DDFB im Gegensatz zu vorher nichts mehr ergab. Nur ganz strenge, fast kohlenhydratarme Diät hat geholfen. Es hat aber gedauert.


Kannst du mir eine Liste empfehlen ? Oder vielleicht ein Buch ?

-frank-

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Samstag, 4. Februar 2017, 00:11

Nachdem Yakult + Co nichts gebracht haben, würde ich mal testen, ob was ganz anderes Besserung bringt.
Ist realtiv einfach zu befolgen - mit der Diät dort merkt man schnell, was man nicht verträgt, wenn es daran liegt.
Wenn es daran liegen sollte, kannst Du die DDFB-Idee vielleicht zur Seite legen:
https://www.amazon.de/Nahrung-statt-Medi…e/dp/3980999408

Ist nicht sehr wissenschaftlich geschrieben - aber die Idee dahinter ist gut.
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

Jaquard

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Samstag, 4. Februar 2017, 18:27

Kannst du mir eine Liste empfehlen ? Oder vielleicht ein Buch ?
Liste habe ich unter www.aid.de nicht mehr gefunden.

Aus dem Buch "Leben ohne Brot" von Wolfgang Lutz habe ich dir eine kleine Auswahl an Nahrungsmitteln herausgeschrieben. Nüsse nur zum Vergleich.
Alle Kohlsorten haben wenig KH, aber wer DDFB hat, sollte sie bekanntlich meiden genau wie Obst.

Das Buch ist schon lange bekannt, aber nicht unbedingt empfehlenswert bei DDFB.

Leider ist die Ernährung fast ohne KH im Beruf sehr schwer durchzuführen, Dienstreisen kann man vergessen.


Verwertbare Kohlenhydrate i n P r o z e n t
bezogen auf 100 g Nahrungsmittel

Kartoffeln 17,7
Reis 77,4, gegart 24,2
Haferflocken 67,6
Weizenmehl/Grieß 76
Avocado 6
Bohnen grün 7,1
Dose 5,2
Broccoli 5,9
Feldsalat 3,2
Fenchel 6,4
Karotten 6,7
Mangold 5,6
Oliven grün 1,3
Petersilie 8,5
rote Rübe 9,9
Sauerkraut 4,4
Sellerie 8,5
Spinat gefroren 4,3
Tomate 4,7
Tomatenmark 9,5
Zucchini 3,6

Erdnuss 20,6
Haselnuss 18
Mandel 19,5
Walnuss 15,8
Paranuss 10,9
Kakao 43,6
Keep your face to the sunshine and you cannot see the shadow.

Picasso

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18

Samstag, 4. Februar 2017, 18:58

wenn Keine unverträglichkeiten nachgewiesen werden konnten, wenn DDFB nicht sicher ist, wenn du dich nicht probehalber auf irgendwelche ausschlussdiäten setzen möchtest!

hier die ernährungsrichtlinie für darmkranke menschen die aufjedenfall alles "esoterische, ideologisch moralische... " weglässt. in dem pdf werden einfach nur nach wissensstand der medizin erährungsempfehlungen ausgesprochen die, obwohl es sich hier um ein älteres dokument handelt,noch weitestgehend aktuell sind.
ausserdem sind die empfehlungen "verhältnismäßig" leicht umzusetzen.

http://www.draloisdengg.at/bilder/pdf/OM…_KarlPirlet.pdf

vg

19

Dienstag, 21. Februar 2017, 19:35

Darf ich eigentlich jedes Gemüse essen, solange es Kohlenhydrate und Zucker arm ist ?
Ich mein, nicht alles bläht bei mir, aber sehr vieles ist auf der FODMAP Liste verboten.

Vor allen Dingen, füttern blähende Gemüsesorten die falschen Bakterien oder gehren die einfach nur vor sich hin im Darm,
während sie verdaut werden ?

Ich würde das meiste sowieso garen.

Lorn

Aktives Ehrenmitglied

20

Gestern, 11:30

Beim NDR gibt es eine Sendereihe zum Thema Ernährung & Gesundheit. Ein Beitrag über DDFB: https://www.youtube.com/watch?v=C37fF8g0UOI
Für alle, die sich schon länger damit beschäftigen sicher nichts neues. Vielleicht ist trotzdem noch etwas interessantes dabei. :)

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