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allyson

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1

Samstag, 15. Dezember 2012, 19:55

Diskussion DDFB: alleinige Diät keine Therapie

Liebe Community

In den vergangenen Wochen ist mir hier im Forum aufgefallen, dass eine DDFB immer mehr als eine weitere Nahrungsmittelunverträglichkeit angesehen wird, die wie z.B. eine Laktoseintoleranz auch mit einer speziellen Ernährungsform zu behandeln sei.

Davon möchte ich persönlich Abstand nehmen!

Eine DDFB ist kein natürlicher Zustand, genau so wenig wie ein Befall mit Bandwürmern kein natürlicher Zustand ist. Beides sollte ärztlich behandelt werden.

Dass es einigen Menschen möglich war, ihre DDFB durch eine sehr langanhaltende und äußerst konsequente KH-freie Ernährung zurückzudrängen bedeutet nicht, dass dies auch der richtige Weg für alle anderen Betroffenen ist.

Bei dem hier öfter genannten Beispiel wurde über ein halbes Jahr von unter 2g KH täglich gelebt. Ohne Ausnahmen. Es war auch nicht als DDFB-Therapie gedacht, sondern als beschwerdefreie Zeitüberbrückung bis eine entsprechende Antibiotika-Therapie in Kombination mit Nystatin angefangen werden konnte.
Dass diese Zeit dann doch so lang werden würde und schlussendlich wieder eine normale Ernährung möglich war, war nicht geplant.

Ist eine DDFB ärztlich diagnostiziert, dann sollte eine entsprechende, von einem kompetenten Arzt verordnete Therapie erfolgen.

Eine DDFB alleine über die Ernährung behandeln zu wollen halte ich persönlich für extrem schwierig, je nach Vorerkrankung für extrem belastend und möglicherweise sogar schädigend.

Liebe Grüße,
allyson

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-frank-

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2

Samstag, 15. Dezember 2012, 20:31

Das sehe ich genauso - nur durch langfristiges Weglassen von speziellen Nahrungsmitteln etwas an einer DDFB ändern zu wollen, hört sich meiner Meinung nach Zeitverschwendung an - zumal hier vermutlich kaum Personen sind, die eine <2g/d KH-Fastenkur "ohne Sündigen" längere Zeit konsequent durchhalten... Und "viel Zeit" könnte bei einer DDFB das sein, was man vielleicht nicht verschwenden sollte, denn die Bakterien könnten die Schleimhäute weiter schädigen.


Der Vorteile einer DDFB im oberen Bereich des Dünndarms (im Vergleich zu einer umgekippten Dickdarmflora) dürfte sein, dass man sie gut diagnostizieren kann und (vermutlich) mit AB gut/gezielt bekämpfen kann. Soll heißen, ein fähiger Mediziner sollte da etwas bewirken können.


Wer nicht gleich Antibiotika schlucken will kann sich ja mal auf folgenden 2 Seiten umgucken:
D-D-F-B: Erster (!) Therapieansatz: "Abwarten", zweiter: "VSL#3", dritter: "A-B"

Yakult wirksam bei D-D-F-B


Bzgl. AB gibt es dann hier noch etwas, um sich schlau zu machen:
Übersichtsartikel zu Antibiotika gegen D-D-F-B


...und hier noch etwas zu den Testmethoden einer DDFB - erschreckend ungenau ...
H-2-Atemtests zur D-D-F-B-Diagnose "mangelhaft"


Vorschlag: Ich denke, man könnte an diesen Thread noch weitere Links zur Behandlung von DDFB hängen, um eine Art Sammlung nützlicher Quellen für die Zukunft zu haben, damit man nicht einfach nur "fastet"...
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »-frank-« (15. Dezember 2012, 23:34)


Sternfrucht

unregistriert

3

Samstag, 15. Dezember 2012, 20:51

Danke für diese zwei Berichte, allyson und -frank-!
Ihr sprecht mir aus der Seele. Eine DDFB ist eben keine einfache Unverträglichkeit, sondern gehört ehestbaldigst behandelt, um weitere Schäden durch die schlechte Resorption von Nährstoffen zu vermeiden.
Egal wodurch eine DDFB entstanden ist, sie sollte Keinem länger das Leben schwer machen als nötig.
Bei gewissen Krankheiten sind auch immer wiederkehrende DDFB möglich (z.B. bei CIPO)- da jedesmal wieder so einen Hardcore-Diätweg einzuschlagen ist nicht zielführend.

LG

tanzliesel

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4

Sonntag, 16. Dezember 2012, 11:20

Der Vorteile einer DDFB im oberen Bereich des Dünndarms (im Vergleich zu einer umgekippten Dickdarmflora) dürfte sein, dass man sie gut diagnostizieren kann und (vermutlich) mit AB gut/gezielt bekämpfen kann. Soll heißen, ein fähiger Mediziner sollte da etwas bewirken können.


Hallo Frank,

kannst du mir einen "fähigen" Mediziner in DE nennen, der das macht? Ich wäre dir außerordentlich dankbar. Und was ist mit denen, die keine Diagnose bekommen wie ich, nur weil sie Verstopfung haben und kein H2 abatmen? Bei mir tippe ich auf Methan, aber das wurde bis vor kurzem hier nicht gemacht. Das Israelitische KKH in HH hat sich auch wieder zurückgezogen.

Ich war seit 2004 ambulant in 2 Unikliniken und in 2 "guten" Arztpraxen. Erst Ende 2008 versuchte man es mit Metronidazol und Ciprofloxacin zusammen, mir ging es miserabel und das hielt 2 Monate an, gebessert hatte sich nichts. 2009 "erkämpfte" ich mir Xifaxan, es war viel zu niedrig dosiert, mir gings nicht ganz so schlecht, aber gebracht hat es nichts.

Ich will damit nicht sagen, dass es "Anfänger" mit DDFB - bei gesichertem Befund - nicht versuchen sollten, im Gegenteil! Ich persönlich habe Angst, habe Unmengen an Geld investiert für Darmaufbau, jetzt würde ich alles wieder kaputt machen. Außerdem, welcher Arzt hier verschreibt die große Menge an Xifaxan, mindestens 1200 mg für 10 Tage? Wenn es stimmt, was Dr. Pimentel in seinem Buch geschrieben hat, dass Xifaxan hauptsächlich im unteren Dünndarm wirkt, bringt es mir auch nichts, obwohl ich jetzt das Gefühl habe, dass die DDFB weiter nach unten "gerutscht" ist, auf jeden Fall sind das Gluckern bin unter die Rippen mit Roemheld-Syndrom, die 7 Jahre lange starke Übelkeit über fast 24 Stunden/Tag weg. Yakult und VSL#3 habe ich trotz aller Bemühungen nicht vertragen.

In deinem "Übersichtsartikel" von 2005 steht, dass es sehr wenige Berichte über die Wirksamkeit von Rifaximin gibt.
Hier eine neuere Arbeit, die freelady eingestellt hatte. Da wird von einer Erfolgsrate bis zu 80% gesprochen, aber von Dosen von 1200 bis 1600 mg für 7-10 Tage. Rückfälle können bereits nach 9 Monaten eintreten, das stand ja auch schon bei Dr. Pimentel.

www..ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles...WJG-16-2978.pdf

Übrigens "alexander1988" hatte Anfang 2011 auch einen großen Bericht über AB usw. hier gepostet.

Liebe Grüße, tanzliesel

Winni

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5

Sonntag, 16. Dezember 2012, 11:29

Hallo Tanzliesel,
bei mir geht der Link nicht ! Kannst du
denn bitte nochmal prüfen !
Danke
Winni

-frank-

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6

Sonntag, 16. Dezember 2012, 11:38

Erstmal der Link:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles…WJG-16-2978.pdf

@Tanzliesel: Du hast Dich schon viel mit DDFB befasst, wie ich anderen Threads entnehme.
Bzgl. DDFB-Diagnose meinte ich Glucose-H2+Methan-Atemtest sowie Sekretentnahme. Wer soetwas momentan macht, kann ich Dir ohne selber zu recherchieren nicht sagen. Mitglied Insulaner hatte mal einen Methantest machen lassen. Frag' ihn einfach mal. Evtl. auch bei Mikrooek und Ganzimmun nachfragen. Den Methan-Thread im Forum kennst Du ja sicher.
Methan-Atemtest: Kliniken und Ärzte
Wegen Sekretentnahme würde ich die (Uni-)kliniken abtelefonieren.

Sollte Verstopfung eine zusätzlich Plage sein, könnte evtl. folgendes helfen - weil wohl Kohlenhydratfrei:
http://www.movicol.de/fileadmin/user_upl…l_aromafrei.pdf
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »-frank-« (16. Dezember 2012, 12:01)


tanzliesel

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7

Sonntag, 16. Dezember 2012, 15:41

Sorry, ein Pünktchen zuviel bei dem Link!

@frank, danke für die schnelle Korrektur und die Antwort an mich. Ich meinte natürlich Glucose-H2-Test anstelle des "H2-Tests".
Du brauchst nicht für mich zu recherchieren, das wäre noch schöner, es hörte sich nur so an, als ob du selbst mehr Erfahrung hättest. Mit "Insulaner" hatte ich damals Kontakt, seine Besserung bestand leider nur im Erfolg bezüglich Verstopfung... ist ja auch was. Die hat sich bei mir auch gebessert durch Weglassen fast sämtlicher KH.

Den Link "Methan-Atemtest: Kliniken und Ärzte" kenne ich. Dabei habe ich festgestellt,

dass es 2 gleichlautende Threads hier gibt, der 1. endet am 18.04.12 mit "Milton", der zweite endet am 10.12.12 mit meiner Mitteilung, dass das Israelitische Krankenhaus in HH den Methan-Atemtest nur in einer Studie gemacht hat.

Vielleicht nimmt sich die liebe allyson gelegentlich der Sache an.

Sandie

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8

Sonntag, 16. Dezember 2012, 15:51

es ist wirklich verdammt schwierig einen guten Arzt zu finden, der die DDFB wirklich behandelt. Bei mir waren auch sämtliche Atemtests negativ und dann hatte ich jedes Mal keine Diagnose , weil nicht auf die Beschwerden geguckt wird. Man muß erstmal jemanden finden, der die Atemtests auswerten kann....ich atme mit Sicherheit auch mehr Methan aus X( . Das heißt, man bekommt erstmal keine ABs und so wird es immer schwieriger, das zu behandeln. Ich habe jetzt 3 AB-Kuren hinter mir und um Erfolg diesmal zu haben, möchte ich 1 halbes Jahr nur 20g KH täglich essen um nicht wieder ABs nehmen zu müssen, weil ich Angst habe, irgendwann kriege ich keine mehr...und ABs zerstören ja auch die Bakterien im Dickdarm. Leider ist es wirklich schwierig mit Ärzten, vor allem, wenn man nicht so durchsetzungfähig ist ;( .



Liebe Grüße von Sandie
Mit LI und FM ist es wie beim Hasen und Igel, einer von beiden sagt immer zu mir, ich bin schon da!

-frank-

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9

Sonntag, 16. Dezember 2012, 16:06

Früher hatte ich Zugang zu Gaschromatographen mit Flammenionisatiosdetektoren im Chemielabor (GC mit FID). Evtl. hat hier ja ein Mitleser auch heute noch eine solche Möglichkeit. Damit sollte sich recht einfach Methan in der Atemluft nachweisen lassen. Falls die Nachweisgrenze damit zu hoch ist, müsste man evtl. andere Detektoren einsetzen - das wäre zu testen. Vielleicht stimmt ja der Chef / die Firma irgendwo mal zu, Tests zu machen. Man würde dann in eine Tüte/Spritze ausatmen und den Inhalt dann in den GC injizieren.
Wenn innerhalb von Hamburg (da wohne ich und da kenne ich auch noch Chemielabore, die ich vielleicht mal dafür nutzen könnte), eine hinreichende Zahl von Interessenten zusammen kommen würden (5-10 sollten es schon sein), könnte ich mich da mal umhören. Die Interessenten sollten aber schon nachweislich alle wichtigen Atemtests auf H2-Basis gemacht haben, damit man hier nicht Zeit und Resourcen verschwendet!
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

Gonzalez

unregistriert

10

Sonntag, 16. Dezember 2012, 17:46

Ich komme noch einmal zum ersten Posting und auf die Aussage.

Bei mir ist es so das mein Arzt mir gesagt hat, das ich keine Süßigkeiten für ein 3/4 bis 1 Jahr mehr essen soll.
Nur während der Antibiotika Therapie soll ich mich möglichst zucker- und kohlehydratfrei ernähren.
Nur haben mir diverse User geschrieben das es nicht stimmt und ich mich für die ganze Zeit zucker- und kohlehydratfrei ernähren muss.

Nun werde ich mich mit meinem Arzt und der Ernährungsberaterin noch einmal kurz schließen.
Auf die Ratschläge mancher User höre ich nicht mehr.

allyson

Administrator

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11

Sonntag, 16. Dezember 2012, 17:54

Hallo

Bei meinem ersten Beitrag geht es um den meiner Meinung nach sehr kritischen und nicht zwingend erfolgreichen Weg, die DDFB ausschließlich mit einer Ernährungsumstellung behandeln zu wollen.
Eine dauerhafte Ernährungsumstellung aufgrund einer diagnostizierten DDFB halte ich persönlich eben für nicht zielführend, da eine DDFB ein behandelbarer und damit nur vorübergehender Zustand ist und keine einfache Nahrungsmittelunverträglichkeit wie z.B. eine Laktoseintoleranz.
Nur während der Antibiotika Therapie soll ich mich möglichst zucker- und kohlehydratfrei ernähren.
Wann soll diese denn stattfinden?
Bis dahin ist eine Ernährung, bei der du beschwerdefrei bist natürlich immer noch angebracht und schlicht angenehmer zu ertragen als ständige Bauchschmerzen etc.
Auch nach einer DDFB-Therapie ist es eine Überlegung wert, ob man gleich wieder zu KH-Bomben und Völlerei übergehen möchte oder lieber noch eine Weile verträglich isst und die Ernährung langsam ändert.

Liebe Grüße,
allyson

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-frank-

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12

Sonntag, 16. Dezember 2012, 18:38

Bei mir ist es so das mein Arzt mir gesagt hat, das ich keine Süßigkeiten für ein 3/4 bis 1 Jahr mehr essen soll.
Nur während der Antibiotika Therapie soll ich mich möglichst zucker- und kohlehydratfrei ernähren.
Nur haben mir diverse User geschrieben das es nicht stimmt und ich mich für die ganze Zeit zucker- und kohlehydratfrei ernähren muss.
Hier wird ein Unterschied zwischen Süßigkeiten, Zucker und Kohlenhydraten gemacht.
Eine solche Unterscheidung macht für mich persönlich wenig Sinn, denn
a) Süßigkeiten zeichnen sich m.E. durch Zucker aus,
b) Die meisten Kohlenhydrate (z.B. Stärke), werden in den oberen Bereichen des Dünndarms durch Enzyme in kleine Stücke zerteilt, meist fällt dabei Traubenzucker (Glucose) an, d.h. Kohlenhydrate sind für den Dünndarm eigentlich auch Zucker (Ausnahme natürlich Ballaststoffe).

Wenn man nun argumentiert, dass man die Bakterien einer DDFB nicht mehr mit Zucker füttern möchte, sollte m.E. keine große Unterscheidung zwischen Süßigkeiten, Zuckern und Kohlenhydraten gemacht werden. Wie lange und wann man die weglassen sollte/muss, weiß sicherlich keiner genau :-) Vermutlich hilft "möglichst wenig Kohlenhydrate" bei DDFB generell - nur vermutlich reicht das alleine generell nicht aus (sondern es sind zusätzlich AB nötig).
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

Gonzalez

unregistriert

13

Sonntag, 16. Dezember 2012, 19:25

Meine Antibiotika-Therapie läuft seit heute. Seit heute ernähre ich mich komplett zucker- und kohlehydratfrei.
Bis gestern habe ich mich zucker- und kohlehydratarm ernährt. Dieser Ernährungsplan wurde von meiner Ernährungsberaterin mit mir zusammen erarbeitet. Dadurch hatte ich weniger Magen-/Darmprobleme als vorher.
Nach der Antibiotika-Therapie werde ich langsam meine Ernährung auf den Ernährungspaln umstellen. Dieser Ernährungsplan hat nichts mit KH-Bomben und Völlerei gemeinsam.

Edit allyson: Vollzitat entfernt.

allyson

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14

Sonntag, 16. Dezember 2012, 19:32

Hallo
Meine Antibiotika-Therapie läuft seit heute.
Dann viel Erfolg dabei. :thumbup:

Zitat

Bis gestern habe ich mich zucker- und kohlehydratarm ernährt. Dieser
Ernährungsplan wurde von meiner Ernährungsberaterin mit mir zusammen
erarbeitet. Dadurch hatte ich weniger Magen-/Darmprobleme als vorher.
So sollte es ja auch optimalerweise laufen.
Schlussendlich kommt es eben doch auf den jeweiligen Körper an und auf das individuelle Wohlbefinden.
Was würde so eine Ernährung nützen, wenn es einem nur noch schlechter gehen würde?

Auch bei einer DDFB scheint es viele unterschiedliche Verträglichkeitsgrenzen zu geben. Bei manchen muss der komplette Verzicht sein, andere vertragen zumindest etwas Gemüse.

Zitat

Dieser Ernährungsplan hat nichts mit KH-Bomben
und Völlerei gemeinsam.
Das war auch nicht auf dich gemünzt, sondern ein ganz allgemeiner Gedanke zu diesem Thema. :)

Grade wenn man sehr lange sehr konsequent gelebt hat und dann plötzlich wieder mehr Auswahl hat und mehr essen "darf", kann es für einige Menschen sehr schwer sein, sich zu zügeln. Die Psyche ist eben auch nicht unendlich belastbar.

Liebe Grüße,
allyson

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-frank-

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15

Sonntag, 16. Dezember 2012, 20:23

Seit heute ernähre ich mich komplett zucker- und kohlehydratfrei.
HI Gonzalez,
ich glaube, es wäre für alle DDFB'ler hier interessant, mal zu lesen, was Deine Ernährungsberaterin darunter versteht, d.h. was bei Dir während der AB-Therapie erlaubt ist.
Kannst Du das mal posten?
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Sandie

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16

Sonntag, 16. Dezember 2012, 20:31

so wie Gonzales hatte ich es gemacht und ich habe aber nach kurzer Zeit wieder die gleichen Beschwerden gehabt. Ich hatte schon sehr kohlenhydratarm gegessen, Zucker habe ich eh gemieden, schon wegen den heftigen Beschwerden. Ich glaube, es hängt auch davon ab, wie stark die DDFB ist. Deswegen will ich eine längere Diät machen, damit ich nicht wieder von vorn anfange und ich möchte auch, dass sich mein Dünndarm endlich mal erholen kann. Vielleicht klappt es bei einigen so und bei anderen ist es eben langwieriger, schwieriger. Wann weiß man, dass die Bakterien im Dünndarm weg sind? Ich glaube das Ganze ist sehr individuel.

LG Sandie
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Sternfrucht

unregistriert

17

Sonntag, 16. Dezember 2012, 20:34

Brr, wenn ich die Beiträge von Euch immer so lese, bin ich echt froh in Österreich zu wohnen, bzw. hier an der Klinik bei so guten Gastroenterologen gelandet zu sein.
Als mein Atemtest immer gleich 0 ppm war, bestand sofort der Verdacht auf H2 Nonproducer.
Bei meinen Schilderungen der DDFB anno dazumal wurde mir sofort (ohne es selbst vorschlagen zu mssen) Rifaximin ausreichend dosiert verschrieben.

Und mein jahrelang verkannter Reizdarm wurde hier an der Klinik endlich richtig (wenn in diesem Fall auch leider richtig) mit CIPO diagnostiziert und richtige Therapien eingeschlagen. Die Krankheit ist selten und ich verdanke einem Arzt speziell sein Bemühen, aber trotzdem- ich hatte Glück im Unglück.

Ist es in D echt so schwierig kompetente Gastroenterologen zu finden? Oder konsultiert Ihr alle zuerst immer nur allgemeine Internisten, die nicht spezialisiert auf Magen-Darm sind?

War nur mal so ein Gedankengang...
LG

Sandie

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18

Sonntag, 16. Dezember 2012, 20:52

ich habe schon etliche durch, natürlich möglichst kompetente, darunter auch das israelitische Krankenhaus hier in Hamburg, was eine Fachabteilung hat, wenn die Werte nicht genügend ansteigen, hat man nichts, es wurde zwar gesehen dass ich einen Riesen Bauch bekommen hab, aber es hieß dann, vielleicht ist es ja eine Allergie X(, oder das kann gar nicht sein, ein Non-Responder bin ich nicht weil meine Werte ja ein wenig angestiegen sind, aber nicht über die 20ppm Grenze....also passt es ja auch nicht :thumbdown:. Manche wollten mich gar nicht erst behandeln usw. Ich finde es sehr schwierig.

LG Sandie
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RoBro

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19

Sonntag, 16. Dezember 2012, 22:35

Hi,

es gibt auch Weak-Responder, bei denen die Werte nur leicht ansteigen.
Aber für die Ärzte gibt es oft nur schwarz oder weiß. Als könne man keinen gebrochenen Arm haben, sondern nur Arm dran oder Arm ab.

Was wirklich fehlt, ist, dass sich jemand verantwortlich dafür fühlt, den Patienten zu heilen oder beschwerdefrei zu bekommen.
Es müsste verboten werden, dass ein Arzt sagen darf, dass man nichts hat, oder eben etwas anderes, das nicht auf seinem Fachgebiet liegt. Ein Arzt sollte so lange verantwortlich sein, bis der Patient entweder beschwerdefrei ist, oder er einen anderen Arzt gefunden hat, der die Verantwortung von ihm übernimmt.
Vielleicht soll ja der Hausarzt das erledigen, aber erstens sind die allgemeinärztlichen Hausärzte oft fachlich nicht kompetent genug (was kein Vorwurf sein soll), und zweitens bekommen die das auch überhaupt nicht bezahlt.

Gruß
Roland
P.S.:
Ich habe bisher nur einen Gastroenterologen getroffen, der zumindest im Gespräch (Diagnose und Behandlung war da schon geschehen, es ging hauptsächlich um eine Spiegelung) bezüglich DDFB einen kompetenten Eindruck gemacht hat, und zwar Dr. Mairhofer vom Diakoniekrankenhaus Mannheim.
Ich bin Optimist - sogar mein Atemtest ist positiv :D

yshild

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20

Sonntag, 16. Dezember 2012, 23:12

Brr, wenn ich die Beiträge von Euch immer so lese, bin ich echt froh in Österreich zu wohnen, bzw. hier an der Klinik bei so guten Gastroenterologen gelandet zu sein.
...
Ist es in D echt so schwierig kompetente Gastroenterologen zu finden? Oder konsultiert Ihr alle zuerst immer nur allgemeine Internisten, die nicht spezialisiert auf Magen-Darm sind?
Hallo Sternfrucht!
Das liegt eindeutig nicht am Land, sondern an deinem Glück zufällig an jemand kompetenten geraten zu sein. Ich bin nach wie vor auf der Suche nach einem Arzt in Ö der überhaupt weiß, was eine DDFB ist. In welcher Klink warst du denn?

lg
Ys

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