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LisaLamee

Neues Mitglied

21

Dienstag, 27. Dezember 2016, 09:42

Hallo ihr Lieben,

Wollte nochmal Zwischenbericht geben, falls das Ganze mit der Stuhltransplantation hier jmd interessiert.

Ich habe inzwischen mit meinen Gastro (Dr. Stang in Meiningen, toller Arzt) über die ST gesprochen und auch wenn er das nur bei C.Difficile gehört hatte, hat er mich voll unterstützt und ohne wenn und aber die Einweisung in die Thüringenkliniken zu Herrn Prof. Doktor Konturek ausgestellt, der ST durchführt.

Habe auch die Ergebnisse meines Florastatus bekommen, die die Dysbiose bestätigt haben.

Escherichia Coli >10^7 (10^6-10^7) erhöht

Klebsiella spec. 10^7 - 10^9 ( <10^4) sehr stark erhöht

Lactobacillus 10^4 (10^5 -10^7) erniedrigt

Ph: 8,0 (6,2 - 6,8 ) stark erhöht, zu basisch


Bei Dr Konturek hatte ich nun das Gespräch und er macht es. Nachdem ich alles geschildert habe ist er auch überzeugt, dass meine Probleme von der Dysbiose kommen.
Meine Spenderin wird eine Freundin von mir sein, so alt wie ich, normalgewichtig (kein Übergewicht in der Familie), kerngesund und erst einmal Antibiotika genommen vor 2 Jahren. Veganerin.
Ob das vegane nun gut ist liegt im Auge des Betrachters. Sie hat definitiv eine geringere Bakterienvielfalt, da bestimmte Fäulnisbakterien von ihr einfach seit Jahren keine Nahrung mehr bekommen haben und somit dezimiert sind. Es gibt jedoch zahlreiche Studien die zeige dass die Flora eines Veganers gesünder für den Körper ist, der PH sehr sauer und die guten Bakterien dominant.
Sie muss nun die ganzen Untersuchungen machen lassen (kostet mich 300-400€). Dann werde ich einige Tage eine hohe Dosis Rifaximin nehmen um möglichst die Klebsiella zu dezimieren und "aufzuräumen", damit sich ihre Flora dann auf möglichst leerem Raum ansiedeln kann.

Halte euch auf dem Laufenden !

Sandie

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Beiträge: 1 050

Geburtstag: 1. Januar 1980 (37)

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Wohnort: Hamburg

22

Dienstag, 27. Dezember 2016, 11:23

hatte übrigens 3 mal einen Stuhltransfer, falls du noch Infos brauchst....gerne per PN.
Mit LI und FM ist es wie beim Hasen und Igel, einer von beiden sagt immer zu mir, ich bin schon da!

Erbsenzähler

Ehrenmitglied Anwärter

Beiträge: 105

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Wohnort: Nähe Starnberg

23

Dienstag, 27. Dezember 2016, 11:50

Hallo LisaLamee,
mußt du das Rifaximin selbst zahlen und was kostet die eigentliche Transplantation?
Die 300 bis 400,- Euro für die Voruntersuchungen sind ja nur der erste Teil der anfallenden Kosten.
Gruß
Erbse

LisaLamee

Neues Mitglied

24

Dienstag, 27. Dezember 2016, 22:44

@Erbsenzähler
Nein, ich bekomme ein ganz normales Kassenrezept für das AB.
Die 300-400€ für die Voruntersuchung des Spenders sind die einzigen Kosten die anfallen. Die Transplantation erfolgt im Rahmen einer ambulanten Darmspiegelung und diese wird einfach über die Kasse abgerechnet.
Ich weiß dass es Privatärzte gibt, die bis zu 2000€ für das Ganze verlangen, habe da viele Praxen kontaktiert. Dr Konturek ist der einzige von denen, die ich übers Internet finden konnte, wo ich das Gefühl habe, dass er das nicht für den Profit macht, sondern das Wohl kranker Menschen und neue wissenschaftliche Erfahrungswerte.

Er hat bei C.Diff laut seiner Aussage noch keinen Patienten gehabt der durch die ST nicht geheilt wurde. Bei Reizdarm und ähnlichen Beschwerden wie ich sie habe, sei es individuell. Er meinte jedoch, dass bei Patienten, die vorher nie Probleme hatten & wo alles durch einen bestimmten Auslöser angefangen hat (Salmonellen, Reisedurchfall nach Auslandsaufenthalt, Amöben, Noro/RotaViren, Heliobacter, OP am Darm, Antibiotikaeinnahme) sehr gute Erfolgschancen bestehen. Also bei postinfektiöse/ posttraumatischen Beschwerden. & dann je zeitnaher die ST nach Beginn der Probleme durchgeführt wird, desto besser.

Bei Menschen die schon seit bspw 15 Jahren Beschwerden haben oder sie schon immer hatten, wo hormonelle Störungen oder Intoleranzen, Nervenkrankheiten, Psyche usw mitspielen, hat er wohl keine guten Ergebnisse gehabt.
(Was für mich absolut logisch klingt, da die ST lediglich die bakterielle Flora ändern kann und somit auch nur Beschwerden die ausschließlich oder größtenteils von ihr herrühren)

-frank-

Foren Gott

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Wohnort: Hamburg

25

Mittwoch, 28. Dezember 2016, 08:54

Ich würde vermuten, dass die Chancen besser sind, wenn der Spender verwandt mit Dir ist, weil er dann ähnliche Fehlfunktionen des Verdauungstraktes (Dünndarm) hat, so dass der Nahrungsrestemix, der in den Dickdarm kommt, ähnlicher ist - und somit eine ähnlichere Flora braucht.
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

LisaLamee

Neues Mitglied

26

Donnerstag, 29. Dezember 2016, 20:51

@frank

Habe das Argument mit dem Verwandten schon oft hier gelesen. Zum einen habe ich niemanden unter meinen noch so entfernten Verwandten der gesund genug + keine AB Behandlung dafür wäre & selbst wenn einer halbwegs passen würde, könnte er nicht mit dem Gesundheitszustand meiner veganen, 19 jährigen, sportlichen Freundin mithalten.
& Ich sowie der Prof in der Klinik sind der Meinung dass das entscheidende die Gesundheit der Spenderflora ist, nicht wie ähnlich sie meiner ist (meiner jetzigen soll sie auch möglichst gar nicht ähneln, das ist ja der Punkt)

Interessant dazu: die Klinik hat eine Mitarbeiterin, junge Frau gesund, schlank etc, die für jeden als Spender genommen wird, der selbst keinen aufbringen kann. Sie wird regelmäßig untersucht und der Prof meinte mit ihrem Stuhl hat er schon viele Patienten erfolgreich behandelt. Habe auch lange überlegt ob ich lieber sie als Spenderin nehmen soll

-frank-

Foren Gott

Beiträge: 5 742

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Wohnort: Hamburg

27

Freitag, 30. Dezember 2016, 08:10

Wenn Du Dich nicht auch vegan ernährst, würde ich die KH-MA auf jeden Fall bevorzugen.

Die Flora Deiner Verwandten wird Deiner jetzigen (nach AB) vermutlich nicht ähneln. Die Chance wäre aber besser, dass Sie zu den vererbbaren Dünndarmfehlfunktionen Deiner Blutsverwandten passt und damit das verwerten kann, was Du ihr später zumutest.
Dank der Impuls-Therapie bei Frau Dr. Wolff, iffi, Hamburg, sind meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten Fructosemalabsorption / Fructoseintoleranz und NMU mit Weizen, Milchprodukten (vermutlich Milcheiweiß) und Kartoffeln geheilt. Ein erneuter Fructose-Atemtest auf H2 und CH4 war negativ. Daher hier meine Empfehlung: http://www.impuls-therapie.de/therapie-fructoseintoleranz/

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